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Deutsches Hopfenmuseum
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am 5. Mai 2018

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Hopfen-Geschichte 3

Handel mit Hopfen

Für den Verkauf, insbesondere für den Versand nach Übersee wird Hopfen in "Ballots" gepreßt. Hierzu gibt es spezielle "Hopfenpressen." Die ersten der tonnenschweren Pressen wurden bereits um 1830 in Nürnberg konstruiert.

Um Herkunft und Qualität des Hopfens zu sichern, wird der getrocknete Hopfen genau gewogen und erhält dann ein Siegel. Seit 1929 bestimmt ein Gesetz, daß nur gesiegelter Hopfen verkauft werden darf. Im letzten Jahrhundert bildete sich eine reiche Hopfenhändlerschaft. Handelszentrum war Nürnberg. Ausschließlich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmte lange Zeit die jährlichen Preise auf dem Hopfenmarkt. Das eröffnete der Spekulation alle Tore. Spezielle Hopfenmärkte, die versuchten, den Handel mit Hopfen unter öffentliche Regelung zu stellen, hatten keinen Erfolg.

Der Hopfenmarkt vor der Mauthalle am Kornmarkt in Nürnberg, um 1910. Nach dem 1. Weltkrieg verlor der Markt in Nürnberg seine Bedeutung.

Staatliche Anbaukontrolle und die Verfolgungen der Nationalsozialisten brachten den von jüdischen Kaufleuten bestimmten Handel in den 1930er Jahren völlig zum Erliegen. Hatte ein Händler seine Ware eingekauft, verschickte er an seine Brauereikunden kleine Hopfen-Muster. Dabei sollte der Hopfen in möglichst günstigem Licht erscheinen. Deshalb verwendeten die Händler ein spezielles blaues Papier zum Einwickeln der Musterpäckchen. Um guten von schlechtem Hopfen unterscheiden zu können, standen Händler und Kunden nur ihre fünf Sinne zur Verfügung. Geruch, Farbe, Griffigkeit und das Aussehen der Dolden legten die Qualität fest – und damit auch den Preis.

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