schließen

BU

Deutsches Hopfenmuseum
Elsenheimerstraße 2
85283 Wolnzach
Telefon 08442/7574
Telefax 08442/7115

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
10–17 Uhr

info@hopfenmuseum.de

Webshop
zum Shop...

Programm Deutsches Hopfenmuseum

Neu erschienen

Halbjahresprogramm
2018-2

Halbjahresprogramm 2018-2

mehr Infos...

Hopfen-Geschichte 2

Hopfenanbau vor der Mechanisierung

Mitte der 1920er Jahre bedrohte eine Pilzkrankheit den Hopfenanbau: Die "Peronospora". Seitdem setzen die Hopfenpflanzer Pflanzenschutzgeräte ein. Die ersten Spritzen waren handbetrieben und hatten nur eine geringe Leistung. Hier zu sehen sind Details einer der ersten Motorspritzen um 1930.

Hopfenanbau erfordert einen enormen Arbeitsaufwand. Lange Zeit wurde das meiste in Handarbeit erledigt. Im Frühjahr zog man mit einer Haue die Erde von den Wurzelstöcken weg. Dann wurde jeder einzelne Stock mit einem einfachen "Hopfen-Messer" zugeschnitten. Jahrhundertelang verwendete man als Stütze für jede Hopfenrebe jeweils eine Holzstange. Erst um 1900 kamen spezielle Drahtgerüste in Gebrauch. Jede einzelne Rebe muß mit der Hand um die Stange oder um den Draht gewickelt werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Seit Hopfen kultiviert wird, haben die Hopfenbauern Probleme mit Schädlingen und Krankheiten. Seit 1926 werden im Hopfenbau Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt, die man vom Weinbau her kannte. Die ersten Spritzgeräte waren alle im Handbetrieb.

Dies ist das Modell einer Hopfendarre, wie sie ab den 1950er Jahren gebräuchlich waren. Die Darre hat ausziehbare Schubladen und eine Ölfeuerung.

Auch die Ernte des Hopfens im Herbst erfolgte bis in die 1960er Jahre mit der Hand. Große Mengen von Arbeitskräften wanderten extra für 2–3 Wochen aus Städten und ärmeren Regionen in die Hopfenbaugegenden. Gepflückt wurde je nach Zeit und Region im Hopfenfeld oder am Hof. Die Bezahlung richtete sich meistens nach der Plückmenge. Erst als um 1960 die Löhne zu teuer und die Arbeitskräfte rar wurden, kamen Pflückmaschinen zum Einsatz.

Nach der Pflücke muß der Hopfen schnell getrocknet werden. Hierzu verwendeten die Hopfenbauern lange Zeit einfache Holzgestelle, auf denen der Hopfen aufgeschüttet wurde. In Mittelfranken bauten große Hopfenbauern sogar spezielle Trockenhäuser mit beweglichen Dachluken, wo der Hopfen auf dem Dachboden trocknete. Erst um 1900 kamen holzbeheizte Trockenöfen in Gebrauch.

weiter in der Hopfengeschichte...